Reise ans Nordkap 2018

4 Personen, eine Idee und eine Reise ans Nordkap

Markus, Ulrike, Claudia und Bernd

Am Anfang stand eine Idee!

Aber nur mit den richtigen Menschen an deiner Seite wird aus der Idee reale Wirklichkeit!


Markus

Bernd

Claudia

22.08.2017 - 4 Tage im Norden

Ulrike


Der Gedanke, die Idee!

 

Die Idee war ganz hinten in meinem Gehirn eingelagert und wenn man Pech hat bleibt Sie auch dort, so wie viele Dinge die man mal gerne machen würde. Aber diese Idee nimmt immer mehr reale Züge an, einmal was verrücktes mit dem Motorrad unternehmen.

Aber mir war immer klar, alleine ist nicht mein Ding.

 Und so gingen sie hin die Jahre und jetzt mit 60 muss ich mich beeilen, denn alten Männern traut man so etwas ja nicht mehr zu.

 Ich sag ja immer meine Zukunft ist viel kürzer als meine Vergangenheit, vor allen als ich 2012 einen heftigen Herzinfarkt hatte und eine zweite Change bekam einige Dinge in meinem Leben zurecht zu rücken. 

Seit ca. 2 Jahren bin ich nun Mitglied bei der Motorradbruderschaft Schutterwald, ein Motorradclub.

 Wir sind alles nicht mehr ganz junge aber dafür Menschen die das Motorradfahren genießen und sich dabei nichts mehr beweisen müssen. Wir fahren alle ziemlich schwere Maschinen. Ich selber eine Triumph Tunderbird Commander, Markus eine Victory.

 Und in diesem alten Haufen hab ich ihn gefunden, meinen Partner für so eine Tour, Markus, er fährt eine Victory Hardball, er ist etwas jünger damit er von meiner Erfahrung profitieren kann, oder ich von seiner Beweglichkeit die mir langsam aber sicher abgeht. Also warf ich eines Tages als wir gemütlich beisammen saßen mal einfach so das Thema welches mich schon länger beschäftigte in den Raum, "Mensch ich würde mal gerne eine Tour ans Nordkap mit dem Motorrad machen" die Reaktion war besser wie erhofft, man sah es sofort an den Augen, da hab ich den Nagel auf den Kopf getroffen.

 Ich erläuterte meine Idee.

 Zusammen mit den Motorrädern und unseren Frauen die uns in einem Wohnmobil begleiden ans Nordkap fahren.

Die Idee war geboren.

 Nun mussten wir es nur noch den Frauen sagen.

 Aber wir sind ja Glückspilze, mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

 Und somit kann es losgehen, zumindest mit der Planung.

Die Planung beginnt

 

Gott sei Dank leben wir in einer Zeit in den Landkarten keine großen Rollen mehr spielen, heute dominieren Navis, Google Maps und unzählige andere Software Programme die es uns erleichtern so eine Tour zu planen.

 Ich plane mit myRoutApp, eine wirklich gute Software die ich auf dem Handy, Laptop und PC gleichzeitig benutzen kann. Zusammen mit meinem TomTom eine wirklich gute Wahl.

 Wir wollen 2018 im Juli starten, zuerst zusammen mit unseren Frauen, dem Wohnmobil und einem Motorradanhänger auf die Insel Fehmarn auf einen Bauernhof, hier lassen wir den Hänger stehen,  unserem Startpunkt für die Motorräder.

 Die 820km auf unseren Autobahnen ersparen wir uns.

 Das Wohnmobil habe wir privat gemietet, den Hänger hab ich mir dann gekauft, gebraucht natürlich.

 Den Hänger lassen wir an unserem Startpunkt auf der Insel Fehmarn stehen, hierher fahren wir auch wieder als Zielpunkt zurück.  

Hoch zum Nordkap geht’s über Schweden,  Finnland und Norwegen, zurück nur durch Norwegen, Schweden, Dänemark, Fehman und zurück nach Hause.

 Wir wollen nur befestigte und gut befahrbare Straße nutzen, da unsere Motorräder für anderes Gelände ungeeignet sind. Wir könnten natürlich eine Ausrede benutzen und unsere Frauen und das Wohnmobil als Grund nennen, aber wir stehen zu unseren Maschinen.

 So sitz ich nun am PC und Plane, zusammen mit myRoutApp, Google und dem Internet erarbeite ich unsere Strecke und die einzelnen Etappen.

 Wir wollen täglich ca. 430km fahren um so die gesamte Strecke die für die Motorradtour ca. 5600km lang ist zu bewältigen. Ob das immer klappt oder ob wir auch manchmal weniger oder mehr fahren können werden wir sehen. Wir können die örtlichen gegebenheiten ja schlecht einschätzen und uns nur durch Videos von anderen Biker auf YouTupe etwas Informationen holen können.Aber da ist es natürlich so das fast jeder eine etwas andere Route nimmt, zumindest so lange es geht, irgendwann gehen dann aber die Möglichkeiten  der Auswahl von Straßen aus und es wird das genommen was da ist.

Aber wir haben ja unser Hotel immer mit dabei, also keinen Stress.

 Die Gesamtstrecke sind 7142km, die Zeit die wir planen sind 3 Wochen.

So ist der Plan

 

Tage und Wochen habe ich nun schon am PC geplant, Verworfen und wieder neu geplant, Gott sei Dank liebe ich Musik und wie mein Opa immer sagte lauter "Langhaariges Zeug" Foo Fighters, ACDC, Lynnyrd Skynnyard usw. das erleichtert die langen Stunden am PC und macht Sie eher angenehm. Und da ich immer mit Kopfhörer Musik höre ist es auch für meine Frau angenehm.

 So plane und verwerfe ich, fühle mich stark genug täglich 450 km auf dem Bock zu sitzen und am nächsten Tag, wenn mir der Hintern nach 8 Stunden Büroarbeit weh tut werde ich wieder wankelmütig und überdenke dass alles wieder was ich geplant habe.

 Wir hab geplant das wir  6 Tagestouren hoch und 7 Tagestouren zurück machen wollen, vielleicht den einen oder anderen Tag mal Pause und an besonders schönen Plätzen einfach mal ausruhen und Relaxen. Zurück habe ich eine zusätzliche Tour eingeplant, auf Empfehlung eines alten Bekannten der da oben auch schon mal war, den Geiranger & Adlersteig.

 Wenn da aber nicht ab und zu die Zweifel wären ob ich das packe.

 Mit Markus werden solche schwankenden Emotionen natürlich wie unter Männer üblich besprochen, in einem beileufigen Nebensatz, kurz und trocken werden meine Zweifel beseitigt. Aber er hat es natürlich auch leicht, ist sein Sitz ja weich und fühlt sich eher wie eine Wohnzimmercouch an.

 Das Gerüst, Wohnmobil, Hänger, Strecke usw. stehen, jetzt kommen die wichtigen Dinge, jetzt müssen wir an die kleinen leicht zu übersehenden Dinge denken. Wieviel und was für Kleidung brauchen wir auf dem Motorrad, wie lange können wir mit unseren Reifen fahren, die Strecke ist immerhin über 5300km lang. Welches Werkzeug nehmen wir mit. Wie verständigen wir uns unterwegs während der Fahrt Rauch oder Handzeichen oder machen wir es mit einer im Helm platzierten Bluetooth Anlage, apropos Helm, welchen Helm soll man nehmen, Ich tendiere zu meinem Shark EvoLine, da kann ich bei schönem Wetter offen fahren und wenn es regnet einfach Klappe zu.

 Aber uns wird in den nächsten Wochen sicherlich noch vieles einfallen was wir unbedingt brauchen und mitnehmen müssen. Dennoch müssen wir sorgfältig planen, wir haben ja noch ein Platz handikap, wir nehmen ja unsere Frauen mit, also sind 2/3 des Platzes schon mal weg!

 Apropos Frauen, langsam je mehr wir darüber reden sind die genauso wie wir von dem Gedanken ans Nordkap zu fahre elektrisiert.

Bluetooth Anlage:

Wir haben uns jetzt endschieden eine Anlage für unsere Helme zu kaufen. Unsere Wahl fiel auf eine Anlage aus China, aber kommen nicht alle aus China, auch die für sehr viel Geld, also wir Probierens einfach mal und wenn’s klappt werden wir darüber berichten, wenn’s nicht klappt sowieso. Die Anlage heißt BT Interphone V8, diese Anlage hat den Vorteil das noch eine Fernbedienung die am Lenker befestigt wird dabei ist. Bei Ebay wird die Anlage zum Preis von 178,00 Euro angeboten, wohlgemerkt 2 komplette Sets. Für dieses Geld bekommst du bei anderen gerade mal die Kabel der Anlage.

Durch die Fernbedienung fällt das verzweifelte Suchen nach dem richtigen Knopf an der Helmseite weg und wir können mit unseren Augen sehen wie wir den falschen Knopf drücken Die Anlage soll bis zu 1200 Meter unterschied funktionieren, na ja wir werden sehen beziehungsweise hören. Man kann Navi, Handy, Musik hören und bedienen und sich auch noch mit seinem Partner unterhalten. Was will man mehr. Also wir testen und berichten.

 Kleidung:

 Wir Männer haben uns auch entschlossen mindestens zwei Motorrad Anzüge + Regenkleidung mitzunehmen, natürlich mit Rücksicht auf unsere Frauen, explizit auf deren Geruchs Empfindlichkeit die nun mal Frauen eigen ist.

 Auch wichtig ist hoch oben im Norden warme Kleidung,  da kann es  schnell mal kühl und ungemütlich werden und frieren wollen wir ja nicht im Sommer.

Markus und ich besuchen seit einiger Zeit regelmäßig ein Fitness Studio, ich muss sagen das tut nicht nur Not sondern richtig gut, Markus hat nur Angst das wir vor lauter Fitness und Kraft die Lenker abreisen. Aber Scherz beiseite, Fitness ist sicherlich nicht hinderlich bei so einer Tour.

Wenn wir so im Freundeskreis über unser Vorhaben ans Nordkap zu fahren reden, glaub ich das es viele juckt so was zu tun und uns beneiden das wir es umsetzen.                                                                                                                                                                                     Vor ein paar Tagen kam Hans Lichter im Fersehen, er hat mit seiner Horex auch eine Tour durch Norwegen gemacht, dabei hab ich die Atlantikstraße gesehen, jetzt sind wir schon am überlegen ob wir die auch noch mitnehmen auf unserer Route, vieleicht nehmen wir diese in unsere "kann" Kategorie auf und endscheiden vor Ort ob oder ob nicht. Momentan nehmen wir alles Medial in uns auf was im TV kommt, auch die zwei alten Hasen auf ihren Traktoren, auch eine Herausforderung, schade nur das die am Ende sich nicht richtig über die Tour freuen können sondern sich an den Streit und daraus folgenden Stress erinnern.                                                                      Für uns als Biker nicht nachvollziebar dieses Verhalten, wenn einer ein Problem hat wird im bedingungslos geholfen und nicht mit der Schulter gezuckt. Wir haben beschlossen uns von solchen Dingen fern zu halten.

Auch momentan ein großes Thema, gelbe Blumen, ein wirklich beschissenes Thema, aber dazu mehr wären der Tour, wenn das Problem eintritt.

 

Pläne ändern sich! Pläne formen sich!

 

War zuerst der Plan den Motoradhänger in Hamburg bei meinem alten Freund Michael abzustellen hab ich das wieder verworfen.

Natürlich hätte das geklappt und ich hätte mich auch gefreut meinen alten Kumpel mal wieder zu sehen aber wie es so ist, Pläne ändern sich.

Jetzt habe ich einen Ferienhof auf Fehmarn gefunden die solche von uns gesuchten Unterstellplätze anbieten.

Deshalb werden wir mit unserem Wohnmobil an Hamburg vorbei bis auf die Insel fahren.

Hier satteln wir dann um, wir Männer auf unsere Maschinen und die Frauen hinters Lenkrad vom Wohnmobil.

 

Von hier aus wollen wir Starten und hier wird auch unser Ziel sein bei der Rückkehr vom Nordkap.

Dadurch und das war ja auch der Grund den Plan zu ändern, verringert sich unsere erste Strecke um satte 136 km, so dass unsere erste Tour nur noch lächerliche 426 km lang ist.

Das nächste Detail ändert sich, wie immer, es fällt uns immer wieder was neues ein. Was ändert sich, der Hänger, wir wollten ja erst einen Leien, aber nach ein paar Überlegungen war ich der Meinung das wir ja in der Firma auch einen brauchen, zumindest ab und zu, also ab ins Internet und suchen, mein Gott, da werden Gurken für viel Geld angeboten, viel Schrott und jeder Verkäufer denkt er hat ein Vermögen auf dem Hof stehen, dann endlich, nachdem ich die Entfernung von 150km auf 250 km eingestellt habe war er auf einmal da.

Unser Hänger !  2 Achsen mit Stoßdämpfer, Bremse und gepflegt, mit Plane und Spriegel, Innenmaß 165cm breit, 300cm und wirklich sein Geld wert, für 1000 Euro, neu TÜV war ebenfalls gemacht, nur halt nicht um die Ecke abzuholen.

Also was machen wir, Markus und ich nutzen einen Feiertag um das Teil abzuholen, auf nach Kaufbeuren, hin auf der Autobahn, zurück über die Alb und den Schwarzwald, keine Autobahn aber geile Kurven. Macht mit meinem Auto natürlich fast genauso viel Spaß wie mit dem Motorrad, 535PS 8 Zylinder und dann so eine Landschaft, soll sich mal einer über Deutschland beschweren, einfach ein Wunderschönes Land.

Und dann kam der große Hammer,

Meine Jüngste Tochter und Ihr Mann haben uns eröffnet das sie Nachwuchs bekommen, Termin wenn wir Pech  haben im Juli 2018, ich glaub mir ist mein Gesicht entgleist, ich war mal 2-3 Tage schlecht ansprechbar, ich sah meinen Traum am Horizont verschwinden.

Nicht das ich mich nicht freue zum 6 mal Opa zu werden, aber es war einfach ein schlechtes Timing. Klar war das wir ja nicht eine Reise machen können und unsere Tochter alleine lassen bei ihrem ersten Kind. Aber als der richtige Termin dann feststand war wieder entwarnung. Anfang bis mitte Juni ist Termin. Somit können wir weiter planen.

Es ist passiert, das Jahr 2018 ist da, die Zeit schwindet in großen Schritten, heute am 1.1.2018 bin ich 3-4 Stunden am PC gesessen um mich über Actionkameras zu informieren, Puh wenn man keine Ahnung von sowas hat, nicht einfach. Aber ich verlass mich mal auf mein Auge, Verstand und auf TomTom, mein Navi ist ja schon von TomTom, also denk ich das die Bandit auch passt, was mir besonders gefällt sind die Bearbeitung Tools der Bandit. Auch das wechseln des Akkus ist recht einfach. Und alles mit dem Handy händelbar. An und für sich wollten wir ja nur ans Nordkap fahren, aus dem nur ist jetzt schon ein Vielfaches aber geworden.               Und wir brauchen ja zwei Actionkammeras, wir wollen ja nicht nur den Weg von uns Männer festhalten, auch der Weg den die Frauen zurücklegen ist ja genauso lang und Interessant festgehalten zu werden. Auf jeden Fall muss das technische alles frühzeitig stehen das wir wärend der Tour uns nicht nur mit diesen Dingen beschäftigen müssen. Man hats nicht leicht als Mann.

 

26.Januar

 

Jetzt hab ich Sie, die Action Kamera, ich hab mich letztendlich doch für die TomTom Bandit entschieden und keine GoPro oder eine der vielen alternativen. Zum einen haben mich die vielen positiven Tests überzeugt, aber vor allem der Preis, von anfänglich 449,00 Euro sind es letztlich nur 249 Euro mit allem Zubehör geworden, plus noch die Speicherkarte.

Hauptsächlich die Easy Bedienung und die App-Software für das Handy sind einfach und logisch aufgebaut, wirklich gelungen.

Die Kamera ist auch nicht störend oder umständlich zu befestigen, alles wirklich durchdacht, keine zusätzlichen Hüllen für Regen, hier stimmt der Spruch wirklich mal 100%, auspacken und gleich loslegen. Sogar die Batterie war voll.

TomTom Bandit

 

Jetzt kanns also nur an mir liegen, wenn wir schlechte oder keine Videos beziehungsweise Bilder von unserer Tour bekommen.

Schon blöd wenn einem die Ausreden genommen werden.

 

Auch unser oder soll ich sagen das Problem meiner Frau, die Firma 3 Wochen abgenabelt zu wissen ist gelöst. Was seit langem nötig war ist dank Dringlichkeit auch erledigt worden. Ein neues Laptop mit allem drum und dran ist bestellt, Super Schnäppchen bei Dell gemacht. 60% vom Verkaufspreis ist fast nicht zu schlagen. Und was die US Armee nutzt und auf Tauglichkeit prüft kann uns ja nur helfen. Somit sind wir sehr gut aufgestellt für unsere Reise.

 

Aber ehrlich, diese ganzen Dinge bedenkt man nicht, wenn man so eine Idee hat, wir wollten ja eigentlich nur ans Nordkap fahren. Eigentlich.  Aber jetzt ist es eh zu spät, jetzt brennen wir.  Und nach der Tour brauchen wir ja nichts wegwerfen, sondern können es weiterhin nutzen. Ich als Road Captain der Motorrad Bruderschaft Schutterwald plane ja alle Touren, deshalb wird jetzt mehr dokumentiert und Bildmaterial gesammelt, man will ja schließlich im Altersheim etwas zum Angeben und zum Beweisen haben was wir mal für tolle Kerle waren, wenn man so mit dem Rollator durch die Gänge schlurft. Und eins wird sich ja nie ändern, egal wie alt, sind wir mal ehrlich, Imponieren will man ja immer irgendjemanden.

 

Die Karten für unsere Tour, ja richtig so wie früher, Straßenkarten, so ganz trauen wir der Technik immer noch nicht, etwas Sicherheit müssen wir in unserer Generation immer noch einbauen.      

Man weiß ja nie. Also die Karten sind auch rausgesucht, kleine faltbare für uns Mopedfahrer, das Große Buch der Straßen für das Wohnmobil. Dank an den ADAC dass er diese Art der Orientierung noch so professionell unterstützt.

 

 

Ebenso haben wir, da wir ja hauptsächlich auf Campingplätzen übernachten wollen, alleine schon um mal ungestört auf die Toilette zu gehen oder relativ unbeschwert zu duschen oder Wäsche zu waschen, die Spezialkarte für Camper, die Camping Key Europe (CKE) Karte besorgt, diese macht es uns erheblich einfacher und man ist gerne gesehen da alle persönlichen Daten auf der Karte stehen. Somit ist das Anmelden deutlich schneller und einfacher.

 

 Camping KayKarte

 

Eine ganz wichtiger Schritt für unsere Reise! Zahlungsmittel!

 

Wir denken zwar das wir in Europa rumfahren, aber mit dem dafür notwendigen Geld siehts da etwas anders aus, Europa ja, Euro nein. Schweden, Dänemark und Norwegen  haben keinen Euro, nur Finnland hat den Euro . Wahrscheinlich gehts den 3 Ländern ohne deshalb so gut. Für uns natürlich etwas umständlicher, Kopfrechnen ist beim bezahlen angesagt. In Schweden ist die Schwedische Krone in Norwegen die Norwegische Krone und in Dänemark, na wer kann´s sich denken, die Dänische Krone. Aber wir machen es uns etwas einfacher, wir bezahlen mit dem beliebtesten Zahlungsmittel in diesen Ländern, der Karte.

Sowohl Ulrike und Markus als auch Claudia und Ich haben jeweils ein Konto bei der besten Online Bank, der DKB eröffnet, da hat man kostenloses bezahlen, abheben und kostenlose Bank und Visa Karten. Einfacher gehts nicht. Nun müssen wir noch Geld auf die Konten machen, als wenn ich es geahnt hätte, ein Pferdefuß ist immer dabei.

 

 

 

Der große Schreck!

 

 

 

 16.03.2018

 

Dreieinhalb Monate vor dem Start bekommen wir ein E-Mail dessen Inhalt erst mal einen kleinen Schock auslöst, unser Wohnmobil welches wir für unsere Tour gemietet und auch schon 1/3 Anzahlung geleistet haben ist Totalschaden. Ein Mieter hatte da wohl einen Balkon an einem Haus oder eine Durchfahrt höher eingeschätzt wie sie in Wirklichkeit war.

 

Was soll man dazu sagen, am besten das hätte mir auch passieren können, man soll ja nichts ausschließen und denken das man dafür gefeit ist. Aber wirklich weiter bringt dich diese Einsicht auch nicht, nur Verständnis für den Verursacher.

 

Aber kurz drauf Entwarnung, unser Vermieter hatte schon Ersatz besorgt, ein etwas Moderneres und etwas, sagen wir mal farblich auffälligeres Wohnmobil. Im Innenraum besser aufgeteilt laut Fotos, na lassen wir uns mal bei einer Besichtigung überraschen. Anhängerkupplung ist auf jeden Fall mal dran, wichtig für unsere Tour.

 

Markus sagte meiner Frau das wir als Ersatz einen Wohnwagen bekommen, Freude pur!

 

Also nächster Termin, Wohnmobil begutachten, wir hoffen das alles passt

Gott sei Dank, es passt, zwar etwas kleiner, die Bett Anordnung zwingt uns zum Umdenken, aber sonst passt es.

Etwas moderner, überall Steckdosen für Handys und andere wichtige Dinge, Digitalradio, somit bleibt uns SWR3 erhalten.

Ein großes Bad, sogar mit gereumiger Dusche, für Notfälle zumindest akzeptabel.

Natürlich auch weniger Stauraum was natürlich die Frage aufwirft wieviel jeder mitnehmen darf.

Aber sicherlich besser für unsere Frauen die ein etwas beweglicheres Wohnmobil steuern dürfen.

 

Also Buchung auf neues umgeschrieben, den Rest bezahlt und somit ist es amtlich.

 

Alle Fibern dem Start entgegen.

 

Noch 9 Wochen warten, die Zeit rennt!

 

Es war doch erst Neujahr, ewig Zeit bis es losgeht, aber die Zeit sie rennt davon, wir sehen dem Start alle aufgeregt entgegen.

 

Mittlerweile haben wir fast alles besorgt was wir brauchen, bis auf die Dinge, die wir nicht bedacht haben und deshalb vergessen werden. Aber was solls, von solchen Dingen lassen wir uns nicht beeinflussen. Die Vorfreude ist bei allen spürbar.

 

Einen Gasgrill musste auch noch sein, wir wollen ja nicht immer im Kochdunst im Wohnmobil schlafen, also wird im Freien gekocht.

 

Ich freue mich schon auf das erste Elchsteak, natürlich gekauft beim regionalen Metzger vor Ort, nicht selber gejagt.

 

Auch die vielen anderen kulinarischen Höhepunkte, die es in Skandinavien geben soll machen mich neugierig, Bananen-Marmelade zum Beispiel, da freu ich mich jetzt schon auf den ersten genussvollen Biss in das knusprige Brötchen beim Frühstück.

Sicherlich werden wir uns auch manchmal fragen wie man so etwas essen kann, aber wir müssen ja nicht, wir können, wenn wir wollen, oder eben auch drauf verzichten. Ich bin gespannt wie oft ich sagen werde, das esse ich nicht.

Ein Freund meinte wir sollen eine Angel mitnehmen, aber ich bezweifle ob das was bringt, Fischstäbchen gibts nicht im offenen Meer.

Das wäre für mich der einzige sinvolle Grund eine mitzunehmen.

 

 

 

Routen Feintuning

 

 

Die letzten zwei Tage habe ich die ganzen Tourenordner bereinigt, alles rausgeworfen was wir nicht brauchen. Alle Touren überarbeitet, zum Teil neue Routenlänge bestimmt und einen Routenfahrplan aufgestellt, alles natürlich jederzeit auf die örtlichen Gegebenheiten einstellbar. Alle Touren als PDF´s für das Routenbuch abgespeichert und ausgedruckt, alle Touren als Tom Tom Daten und Garmin Daten abgespeichert.

 

Geplant ist das wir immer 2 Tage fahren und dann einen Tag Pause einlegen. So ist zumindest der Plan, ob es allerdings direkt am nördlichen Ende der Welt so schön ist das wir da einen Ruhetag machen bezweifle ich jetzt schon. Aber wie schon mal erwähnt, unser Hotel fährt ja mit, also kein Problem auch noch gleich einen dritten Fahrtag anzuhängen.

 

Auch das Problem der Tour mit der Atlantikstraße habe ich gelöst, der Streckenunterschied sind gerade mal 40km mehr. Also das kann ja dann kein Grund sein es nicht zu fahren. Ich denke deswegen auf die schönste Straße der Welt zu verzichten wäre ziemlich leichtfertig. Ich hoffe das es einen schönen Wellengang gibt, da schlagen nämlich die Wellen von beiden Seiten an die Felsen, der Straßenpfeilen und das muss sowas von beeindruckend sein das ich es mir wünsche.

 

Insgesamt sind wir jetzt 5804 km mit dem Motorrad unterwegs, gesamt sind es 7483,40km hin und zurück. So ist der Plan, schauen wir mal was am Ende auf dem Tacho steht.

 

Erste Vorbereitungs Tour gemacht

 vom 30.5 bis 3.6 haben wir eine gemeinsame Mens Onli Tour zusammen mit unseren Motorradbrüder ins Allgäu unternommen.

Zum ersten mal mit meiner Neuen, Triumpf Thunderbird Commander, ich kann nur eines sagen, warum hab ich mir die nicht schon viel früher geholt, ich war immer Suzuki Intruder Fahrer, aber ehrlich, kein vergleich, einfach herllich, keine Kurvenprobleme, kein Kraft Problem und das wichtigste, der Hintern tut nicht mehr weh, früher war ich nach 70km froh mal eine kleine Pause einzulegen, diesmal musste ich mich nach 130km zwingen. Selbst nach 260km mit einer Pause bin ich abgestiegen als wenn nichts gewesen wäre.

Auch meine Kreuzprobleme, die ich an der Suzuki mit einer Sissybar bekämpfen musste, weg einfach nicht da. Herllich.

Jetzt sind meine Zweifel ob ich 400-450km schafe am Tag beseitigt.

Natürlich komm hinzu, was ich auch jedem dringent empfehle der so was machen will, das regelmäßige Fitnessstudio, ganz wichtig, ich trainiere 3 mal pro Woche, bin ja auch schon ein alter Sack, aber sie kommen wieder, die nötigen Muskeln die man braucht um solche Touren und Tage gut zu überstehen.

Und mal ehrlich, besser aussehen tu es auch, nicht das ich eitel währe "grins"

Eine Erkenntniss hat diese Tour auch noch gebracht, Filmen muss der Hintermann, sonst wirds langweilig.

Kurze Markante Strecken, schöne Objekte und Momentaufnahmen. Stundenlanges abfahren von Straßen sind zwar Zeitfüllend aber uninteressant für den Betrachter.

Wir als Fahrer können später die Momente Revue passieren lassen, aber andere eben nicht, aber genau dafür machen wir diese Aufzeichnungen ja.

 

Noch 3 Wochen

 

Die Zeit rennt immer schneller!

 

Langsam wirds ernst, die Gedanken kreisen, hab ich alles bedacht, nichts vergessen, passt alles usw.

So langsam kommt der Stress, man möchte ja etwas vergessen oder falsch machen. Touren sind alle erledigt, Fahrplan steht, Geld beziehungsweise Zahlungsmöglichkeiten geklärt, Motorradsachen alle zusammen, Wohnmobil gebucht, ADAC, Gebürenkit alles bestellt und da Reifen Reparatur Set für Notfälle da. Jetzt nur noch die Unterhosen und Socken mitnehmen. Dann passt es denk ich.

 

Wir Fibern dem Start entgegen.

 

Es ist soweit noch 6 Stunden bis zum Start

 

 

 

 Alles gepackt, die große Befürchtung ist nicht eingetroffen, alles hatte Platz, nichts mussten wir zuhause lassen.

 

 

 

Im Gegenteil, wir haben noch Leerräume! , Motorräder stehen auf dem Hänger, alles perfekt.

 

 

 

Eigentlich wollten wir um 6.00 Uhr fahren, aber dann haben wir es auf 4.00 Uhr vorgezogen um dann letztendlich um 2.00 Uhr wegzufahren. Schlafen kann eh keiner und bevor wier blöd rumsitzen fahren wir lieber los.

 

 

 

Markus wird die erste Strecke fahren, ich werde im von rechts mit klugen Einwänden unterstützen.

 

Ich hoffe wir kommen gut rauf auf die Insel und wenn wir früh da sind werden wir gleich noch übersetzen und noch ca.50km fahren, dann haben wir am Montag keinen Stress.

 

So ab jetzt geht’s im Tagebuch weiter mit der Berichtserstattung.

 

 

 

 

 

 

Die Atlantikstraße

laut The Guardian aus England die schönste Straße der Weld


Dokumentation der Reise

 

 

 

Wie dokumentieren wir unser Abenteuer, diese Frage hat mich jetzt ein paar Wochen beschäftigt.

Das dieses Thema mich so lange beschäftigt hätte ich nicht gedacht, da war ich aber zu Blauäugig und Naiv.

Zahlreiche Blog-Apps, Reise-Tagebücher Apps, Google Blogger, Microsoft Sway und und und, alle habe ich probiert, mich angemeldet, eingerichtet getestet und immer das gleiche, viel zu kompliziert, was bei den meisten das größte Problem ist, dass die Programme von „Speziallisten“ gemacht werden die auf einem anderen Stern wohnen.

Keiner kann mir erklären wieso so etwas nicht von normalen, nicht mit dem Thema verbundene Menschen so etwas vorher testen.

 

Alle wollen mehr oder weniger ihr Produkt, meistens Fotobücher, verkaufen, manche uns nur für dumm.

 

Ich bin 60 Jahre alt, bin Internet affin, baue Internetseiten, Shops, betreue Netzwerke usw.  aber manchmal frag ich mich wirklich was wir alles erreichen könnten wenn Praktische Menschen solche Dinge machen würden.

 

Aber jetzt genug gescholten, ich habe ja was gefunden, kurz bevor ich mit WordPress selber was gemacht habe bin ich auf Jimdo gestoßen.

 

Mit Jimdo kannst du dir eine kostenlose Internetseite bauen und hier stimmt es wirklich, einfach, schnell und sauber.

 

Alles was ich wollte und noch einiges mehr kann man da machen, es sieht gut aus, wir können unsere Reise die ja sicherlich voll von Eindrücken, Bilder, Erlebtes und Emotionen sein wir so Dokumentieren das wir später nicht immer sagen müssen „weißt du noch, damals“ nein wir können es uns immer wieder ansehen, Freunden zeigen, und anderen die wir nicht leiden können vor Neid erblassen lassen.

 

Auf unserer Seite  https://nordkap2018.jimdo.com/   kann man unsere Reise von Zuhause mitverfolgen und miterleben.

 

Man sieht wo wir an welchem Tag sind, welches Wetter wir haben und was wir erlebt haben, Zeitnah in Wort und Bild.

 

Man kann mit uns kommunizieren und uns zumindest am Computer, Tablet oder Handy begleiden, was will man mehr.

 

Ich freue mich schon wenn es los geht und wir unsere Reisepage mit Leben füllen können.

 

ToDo-Liste

Wohnmobil mieten  (Mietanfrage für Camper Schwarzwald    Balu   Camper:Vermieter: Cengiz Kaya) OK

Anhänger mieten bezw. kaufen OK

 Stellplatz für Anhänger  Dorfstraße 33 Fehman OK

 Textiljacke kaufen für Motorrad OK

 Helm mit Sprechfunk ausrüsten OK

 Funktionsunterwäsche OK

 Sommer-Übergang-Winterhandschuhe OK

 Neue Motorradschuhe OK

 Ohrstöpsel für Schlafen

 Foto-Apparat

Filmkamera für Motorrad OK

 Laptop OK

 Externe Platte OK

 USB-Sticks OK

 Landkarten OK

 Notfallplan erarbeiten

 Währungsrechner App OK

 Übersetzer App OK

 Werkzeug für Motorräder OK

 Pflaster, Salben, Medikamente

 Fremdstartkabel OK

 Batterie Ladegerät OK

 Mückensprey

Transportabler Gasgrill OK

CKE Camping Karte für Campingsplätze (ADAC)OK

Gemeinsames Geldkonto + 1 Visakarten je Ehepaar OK

Verpflegung in der richtigen Maßeinheit :-)

Stabelboxen mit Deckel durchsichtig für Alles und Jedes OK

Reifenreperaturset OK

 

 

 

 

 

Hier unsere Routen hinauf zum Nordkap

 

 

Die Anfahrt von Hohberg/Schutterwald nach Fehmarn zum Hängerparkplatz beträgt 839km

diese werden ja gemeinsam im Wohnmobil zurückgelegt.

 

1. Tour fängt ja in Fehmarn an und endet nach ca.452,28km nach Vaggeryd

 

 2. Tour geht vom Vaggeryd 429,31km nach Tärnsjö

 

3. Tour geht von Tärnsjö 430,86km nach Själavad

 

4. Tour geht von Själavad 426,38 km nach Töre unserem letzen Rastplatz in Schweden

 

5. Tour fahren wir von Töre 421,36km von Schweden durch Finland nach Norwegen nach Artic

 

 6. und letzte Tour nach Norden geht von Artic 366,71km ans Nordkap

 

Unser Ziel ist erreicht, nach 2526,90 km sind wir oben, am obersten Zipfel der Zivilisierten Welt!

Somit haben wir seit unserem Reisebeginn 3366 km

 

 

 

        Und jetzt unser Heimweg vom Nordkap

 

 

7. Tour vom Nordkap 431,8 km nach Atric Lyngen- Sjocamp

 

8. Tour von Atric Lyngen- Sjocamp 438,11 km nach Innhavet

 

9. Tour von Innhavet 432,57 km nach Sveningdahl

 

10. Tour von Sveningdahl 377,49 km nach Orkla Melhaus

 

11. Tour von Orkla Melhaus 394,74 km nach Skjak Saeter

 

12. Tour von Skjak Saeter 401,50km nach Ramton

 

13. Tour von Ramton 401,20 km nach Hansagarts

 

14 Tour von Hansagarts 399,08 nach Fehrmann

 

Somit ist unser Starpunkt mit den Motorrädern nach weiteren 3277,08km erreicht

Und jetzt gehts wieder gemeinsam im Wohnmobil 839 km nach Hause

 

Somit sind wir insgesamt 7483,38km on Tour gewesen.